Es gibt Augenblicke, in denen das Leben still wird. Vielleicht am Abend, wenn die Wohnung langsam zur Ruhe kommt. Wenn das Telefon schweigt und niemand mehr etwas von uns will. Oder auf einer Bank während eines Spaziergangs. Wir schauen in die Ferne, ohne eigentlich etwas Bestimmtes anzusehen. Die Gedanken beginnen zu wandern – und plötzlich steht nicht mehr der nächste Termin im Mittelpunkt, sondern der vergangene Tag. Oder das vergangene Jahr. Manchmal sogar das ganze bisherige Leben. Dann geschieht etwas Merkwürdiges. Wir beginnen, Bilanz zu ziehen. Nicht mit Taschenrechner und Tabellen. Sondern ganz leise.